„Neumünster am Abend“ am 26. Januar 2012
Angler überzeugten in Neumünster

überragende Haithabu Nachzucht
Die gut besuchte Schau „Neumünster am Abend“ war für die Angler Rinderzüchter eine wichtige Werbeveranstaltung.
Jungzüchter
Die Jungzüchter machten mit einer einheitlichen Jungrindergruppe den Auftakt. Als Gewinner konnte hier die harmonische Arena-Tochter „Minka“ von Claus-Heinrich Jacobsen, Hohenlieth, den Ring verlassen. Die 1b-Preisträgerin stellte Holger Griese aus Revensdorf mit der sehr stark entwickelten Ekholt-Tochter „Magda“. Den dritten Preis konnte wiederum Claus Heinrich Jacobsen mit nach Hause nehmen, dieses Mal für „Marina“ eine elegante Wodka-Tochter.
Nachzucht
Die Angler-Nachzuchtgruppe bestand aus sieben einheitlichen Kühen des R Ascona-Sohnes Haithabu. Die gezeigten Töchter waren ausnahmslos in der zweiten Laktation. Einen besseren Auftritt hätte Haithabu-Züchter Friedrich Fuschera-Petersen aus Fahrdorf sich für seinen Bullen nicht wünschen können. Die großrahmigen Kühe überzeugten durch trockene Fundamente und sehr gut aufgehängte Euter. Den Sieg konnte hier die Kuh mit dem besten Hintereuter erringen, es war „Laila“ von Nicolaus Jensen, Südenee. Auf dem 1b-Platz folgte „Levinja“, eine sehr starke Kuh von Dirk Petersen aus Barupholz.
Junge Schaukühe
In Klasse 1 trafen die jungen Schaukühe aufeinander.
Den 1a-Preis bekam „Mickimaus“, eine Fundus-Tochter der Zuchtstätte Fuschera-Petersen aus Fahrdorf. Auf Platz 2 folgte mit der Arena-Tochter „Liane“ eine Enkelin der Rubin-Tochter Edeltraut von Claus-Heinrich Jacobsen, Hohenlieth. Ebenfalls von Arena stammt „Landa“, eine sehr rahmige und korrekte Einkalbskuh von Wiebke und Vinzenz Andersen, Rosgaard, die den 1c-Preis erzielte.
Die Klasse 2 konnte ebenso Familie Andersen aus Rosgaard für sich entscheiden: mit „London“ war es hier eine Didolum-Tochter, die durch ein perfektes Seitenbild den Klassensieg holte. Mit der Centini-Tochter „Lilli“ konnte Friedrich Fuschera-Petersen aus Fahrdorf den 1b-Preis erringen. Jens Callsen aus Lindaukamp präsentierte mit der Eukal-Tochter „Louisiana“ eine hoffnungsvolle Jungkuh aus der bekannten Schausiegerin Arizona auf dem 1c-Platz.
In der Klasse 3 konnte Claus-Heinrich Jacobsen aus Hohenlieth mit der sehr ausgeglichenen Wodka-Tochter „Kola“ den 1a-Preis erzielen.
Die zweikalbige Zober-Tochter „Linie“ von Holger Griese, Revensdorf, musste trotz perfektem Erscheinungsbild mit dem 1b-Preis zufrieden sein.
Mit „Lanka“ führte Familie Fuschera-Petersen eine sehr wuchtige Kuh mit dänischem Papier (R David x R Bahama) auf den dritten Platz.
Siegerauswahl jung
Im Anschluss an die ersten drei Klassen hatte der sehr souveräne Preisrichter Marco Radke aus dem sächsischen Eppendorf seine ersten großen Entscheidungen zu begründen. Zum Sieger jung wurde dann die ausdrucksstarke Didolum-Tochter „London“ von der Andersen GbR in Rosgaard ausgezeichnet. Zu den Gratulanten gehörte auch Landwirtschaftsministerin Frau Dr. Rumpf, die ein versilbertes Tablett überreichte.
Zur Reservesiegerin wurde die rahmige Fundus-Tochter „Mickimaus“ von Friedrich Fuschera-Petersen gekürt.
Alte Kuhklassen
Die Klasse 4 war mit neun dreikalbigen Kühen nicht nur zahlenmäßig stark besetzt. Der Preisrichter forderte bei der Kommentierung das Publikum auf, sich von dieser enormen Qualität ein Bild zu machen.
An der Spitze standen vier Kühe der Familie Fuschera-Petersen aus Fahrdorf und es waren nur Kleinigkeiten, die diese Kühe voneinander unterschieden. Eines vorweg: Die 1a-Kuh dieser Klasse wurde später Siegerkuh alt und die 1b-Kuh blieb als Reservesiegerkuh alt an ihrer Seite, ein Ereignis, das es im Angler-Ring in den Vorjahren so nie gab. Die alte Siegerkuh trägt den Namen „Irland“ (V: R Ascona) und sie geht über Orraryd auf die Zion-Tochter Canada EX90 zurück. Diese ist nicht nur die Mutter von Haithabu, sie konnte vor sechs Jahren auch den begehrten Titel erringen. Der beste Beweis dafür, dass gezielte Anpaarungen zum Erfolg führen.
Die Reservesiegerkuh alt und 1b-Preisträgerin in dieser Klasse ist „Kaktus“, eine R Cirkel-Tochter aus der bekannten Eukal-Tochter Hirse, die in früheren Jahren den Siegertitel der Nachzuchtkühe errang. Als 1c-Preisträger wurde Hillary EX90 ausgezeichnet, die Baldo-Tochter konnte durch ihr Top-Hintereuter überzeugen obwohl die letzte Kalbung schon knapp 8 Monate her ist.
Die Klasse der Vierkalbskühe wurde von Claus-Heinrich Jacobsen aus Hohenlieth dominiert. Seine drei Kühe belegten in Klasse 5 die Plätze a, b und c.
An der Spitze marschierte „Hexe“, eine gut ausbalancierte Kuh, die im Pedigree über drei Generationen selbst gezogene Väter verfügt. Den 1b-Preis bekam die Favor-Tochter „Inka“, die schon zahlreiche Plaketten erzielen konnte und auch an diesem Abend durch viel Ausstrahlung überzeugte. Die Elegier-Tochter „Haselnuss“ erreichte den 1c-Preis und setzte so die Familientradition fort, denn sowohl ihre Mutter Edelweiß sowie Großmutter Blüte sind als Dauerleistungs- und Schaukühe bekannt.
Die ältesten Kühe
Bei den ältesten Kühen waren mindestens fünf Kälber gefordert. Der 1a-Preis ging schließlich an die sehr frisch wirkende, 10 Jahre alte Rubin-Tochter Edeltraut (7 Kälber), die somit ihre Stallgefährtin, die Zamba-Tochter „Himbeere“ auf den zweiten Platz verwies. Beide Kühe gehören Claus-Heinrich Jacobsen, Hohenlieth. Auf Platz drei lief in dieser Klasse die bekannte Atos-Tochter „Heike“,(Bes.: F. Fuschera-Petersen) die bereits im vorigen Sommer auf der DHV-Schau in Oldenburg überzeugte, inzwischen hatte sie ein weiteres Mal gekalbt und die letzte Laktation mit fast 12.000 kg abgeschlossen.
Die Angler Rinderzüchter konnten mit dem Auftritt in den Holstenhallen sehr zufrieden sein. Viele ausländische Gäste haben sich von der Qualität unserer Kühe überzeugen können, insbesondere eine russische und eine dänische Delegation zeigte sich sehr beeindruckt.
Ein herzliches Dankeschön gebührt den Ausstellern sowie den Sponsoren dieser Abendschau.
Fotos der Schau finden sie in unserer Bildergalerie.
Claus-Peter Tordsen
07.02.12 16:46 Uhr