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Angler überzeugen in Neumünster

Die Angler-Rasse präsentierte am 24.01.2008 eine hervorragende Schaukollektion in der prall gefüllten Holstenhalle. Bei den Nachzuchten stellte der neue Vererber EUKAL alle bisher gezeigten Töchtergruppen in den Schatten.

Sieger jung, Baldo Tochter Hanni

Große Jungzüchterklasse

Die Angler-Jungzüchter eröffneten die Schau für die rote Rasse. Mit einer starken Kollektion von acht Jungrindern, von denen drei den Vererber Baldo zum Vater hatten zeigte sich eine elegante Gruppe. 

Das Jungrind mit der besten Harmonie war hier Hexe eine Zamba-Enkelin von Cl. H. Jacobsen, Hohenlieth, der Klassensieg und somit auch der Gesamtsieg bei den Angler Jungrindern brachte die begehrte Schärpe, sowie einen Scheck der VR Bank ein. 

Das zweitplazierte Jungrind kommt aus dem Bestand von P. D. Henningsen, Bockholm und ist eine Enkelin der bekannten Kuh Amsel, die somit Nachkommen bei den Jungzüchtern, Schaukühen und Nachzuchten zeigen konnte.  

Der dritte Preis ging an eine Baldo-Tochter aus der Zuchtstätte Fuschera-Petersen, Fahrdorf, hier handelt es sich um ein ET-Nachkomme aus Dänemark, von der zwei Vollbrüder ihren Testeinsatz in Angeln absolvieren. 

Nachzuchten

Die Angler hatten dieses Jahr zwei Nachzuchten für die Schau gemeldet. Die gezeigten Didolum-Töchter hatten bereits zum zweiten Mal abgekalbt und zeigten sich in der Größe von mittel bis sehr groß. Die Beine waren durchweg trocken. Die Euter waren sehr drüsig und hoch aufgehängt. 

Der Bulle Didolum hat rechtzeitig zur Schau seinen Zuchtwert in der Milchmenge erhöhen können, mit knapp 900 kg Milch bei positiven Inhaltsstoffen gehört er zu den gefragten Vererbern. 

In der Nachzuchtgruppe lief hier Girl von P. U. Detlefsen, Affegünt aufgrund ihrer Ausstrahlung, des Rahmens und des breiten Hintereuter auf den 1a Platz. Den 1b Preis erzielte die mit viel Kaliber ausgestattete Laredo-Enkelin Nr. 31 von Cl. H. Niemann, Schörderup. 

Eine Premiere war der Auftritt des Newcomers Eukal. Der erste Zuchtwert des Bullen mit über 1000 kg Milch und sehr guten Werten für die Eutervererbung sorgten für große Neugier bei den Angler Fans. 

Es wurden sieben Töchter vorgestellt die sehr einheitlich waren. Die Gruppe zeigte sich großrahmig, mit genügend Stärke, viel Rippentiefe und edlem Milchcharakter. Die eben gelagerten Becken waren sehr breit. Die Kühe bewegten sich tadellos auf ihren etwas steileren Beinen. Glanzstück der Gruppe waren die fest und breit angesetzten Euter. Als Klassensieger marschierte hier St.-Nr. 28 von Kl. H. Nissen, Dingholz vorweg, diese Kuh ließ keine Wünsche offen und zeigte enormes Entwicklungspotential. Der Preisrichter Frank Bernhard aus Niederfrohna krönte die Klassensiegerin auch zur Siegerin der Angler-Nachzuchten, hierfür erhielt Kl. H. Nissen einen Silberteller der Landesregierung.  

Der 1b Preis sowie auch Reservesiegerpreis der Angler-Nachzuchten wurde an Hirse (MV: Toulon) von F. Fuschera-Petersen, Fahrdorf vergeben. Die elegante rote Kuh war mit besten Beinen und einem sehr drüsigen Euter ausgestattet. 

RSH-Vererber dominieren die jungen Klassen

Die Schaukühe begannen mit den jungen Kühen in Klasse 1 trafen die einmal gekalbten Töchter der Vererber Zober, Arena und Baldo aufeinander.  

Der 1a Preis ging hier an die Baldo-Tochter Hanni von F. Fuschera-Petersen, Fahrdorf, die durch glasklare Fundamente zu gefallen wusste.  

Auf dem 1b Platz lief mit der Kuh Holstein ein ET-Nachkomme aus der Kombination Arena x Trittau von N. Jensen, Südensee mit viel Ausstrahlung und Harmonie zeigte sie sich topfit. 

Eine Baldo-Tochter im großen Rahmen präsentierte A. Jacobsen, Berendstamm mit Haiti auf dem 3. Platz. 

Platz 4 errang in der großen Klasse die Zober-Tochter Gibsy von P. D. Henningsen, Bockholm die durch ein ein tolles Seitenbild glänzte. 

Die Kühe in Klasse 2 hatten bereits 2 mal gekalbt und auch hier waren die Väter zum größten Teil Angler-Bullen. Den Klassensieg errang Glitter, eine Zober-Tochter von J. Melchertsen, Norgaardholz, das enorm beaderte Euter und der elegante Milchtyp gaben hier dem Ausschlag.  

Den 1b Preis konnte Gelda erringen, die Tochter der bekannten Schaukuh Vita, stammt ebenfalls von Zober, Züchter ist M. Petersen-Knutzen, Scholderup. Mit der Valedo-Tochter Gerste präsentierte N. Jensen, Südensee  eine stark entwickelte  Kuh auf Platz 3.

 Die Kühe in Klasse 3 hatten ebenso 2 mal gekalbt. P. D. Henningsen, Bockholm hatte hier die Nase vorn und errang den 1a und 1e Preis. 

Die Erstplazierte war Zamba-Tochter Fairlady mit korrekt gelagerten Becken und guten Beinen. Die drittplazierte Funa ist eine Rubin-Tochter die durch ihr Euter überzeugte. 

Der 1b Preis ging an die schliffige Arena-Tochter Gela von F. Fuschera-Petersen, Fahrdorf. 

Siegerauswahl jung

Aus den ersten drei Kuhklassen wurde unter den 1a und 1b Preisträgern, die zwei Besten ermittelt. 

Als Sieger jung wurde die Baldo-Tochter Hanni von F. Fuschera-Petersen, Fahrdorf durch Herrn Früchtenicht mit der Plakette der Landwirtschaftskammer S-H ausgezeichnet. Der Reservesiegerpreis ging an die Zober-Tochter Glitter von J. Melchertsen, Norgaardholz. 

2 Klassen ältere Kühe

In den Klassen 4 und 5 wetteiferten die älteren Kühe mit mehr als 3 Kalbungen. Die Walter-Tochter Franka von F. Fuschera-Petersen, Fahrdorf lief hier aufgrund ihres stark beaderten Hintereuter auf Platz 1. 

Auf dem zweiten Platz rangierte Espana (V: Stadel) von N. Jensen, Südensee durch einen kompletten Gesamteindruck.  

Der dritte Preis ging an die Valedo-Tochter Emu von G. Dohrn, Nortorf die durch ihre Stärke und das drüsige Euter gefiel. 

Der 1d Preis wurde W. und V. Andersen, Rosgard zuerkannt, die Rubens-Tochter Edelblume hat in der zweiten Laktation knapp 14.000 kg Milch produziert. 

Kampf der Giganten – so könnte man umschreiben was sich in Klasse 5  abspielte. Ein hartes Kopf an Kopf-Rennen lieferten sich die exzellenten Kühe Cule von P. D. Henningsen, Bockholm und Bonita von N. Jensen, Südensee.  

Die Jurist-Tochter Bonita hat 6 mal gekalbt und dominiert durch einen enormen Körper . 

Die Tulip-Tochter Cule konnte ihre Kontrahentin aufgrund des festen und stark beaderten Euters auf den zweiten Platz verweisen.

 Der 1c Preis erhielt die Taunus-Tochter Colibri von N. Jensen, Südensee wegen ihrer gewaltigen Rippentiefe. Mit einem noch sehr hohem Euter und besten Beinen marschierte die Alpenking-Tochter Veilchen von H. Jürgensen, Staffel nach 10 Abkalbungen im Alter von 12 Jahren auf Platz 4. 

Siegerauswahl alt

Nicht ganz einfach (wie viele Entscheidungen) war die Siegerauswahl alt. Die vier im Ring aufgestellten Kühe hatten alle das Zeug zum Champion – aber es kann nur eine geben. 

Die Ausstrahlung der 5 mal gekalbten Cule von P. D. Henningsen, ließen den Preisrichter nur eine Entscheidung – Sieger alt! 

Herr Dr. Schäfer von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR) zeichnete     P. D. Henningsen, Bockholm für die züchterische Leistung mit der bronzenen ADR-Plakette aus. 

Schwieriger gestaltete sich die Auswahl der Reservesiegerkuh, der Titel wurde schließlich    F. Fuschera-Petersen, Fahrdorf für die Walter-Tochter Franka zugesprochen. 

Die Angler-Rinderzüchter haben seit langem wieder eine Kollektion mit geringeren Red Holstein-Anteilen gezeigt. Die Vorstellung war sehr überzeugend und macht Mut für die nächsten Jahre.  

Den Ausstellern für die Bereitstellung ihrer Kühe, sowie deren Vorbereitung ein herzliches Dankeschön.

 

Claus-Peter Tordsen


28.01.08 18:59 Uhr





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